Glossar
Deal Registration
Wofür Deal Registration steht
Wenn ein Partner über Wochen oder Monate an einer Verkaufschance arbeitet (Demo gehalten, Angebot kalkuliert, Beziehung zum Endkunden aufgebaut) und dann ein anderer Partner oder der Hersteller-Direktvertrieb auftaucht und denselben Deal abschließt, entsteht klassischer Channel Conflict. Deal Registration ist der vertragliche und prozessuale Mechanismus, der das verhindert.
Wie es funktioniert
- Anmeldung: der Partner meldet eine Verkaufschance beim Hersteller an: Endkunde, Produkt, Volumen, erwarteter Abschluss-Zeitraum.
- Prüfung: der Hersteller prüft, ob der Endkunde bereits anderswo registriert ist oder direkt betreut wird.
- Bestätigung mit Exklusivität: bei Zustimmung erhält der Partner ein zeitlich begrenztes exklusives Recht auf den Deal (z.B. 60 oder 90 Tage), oft kombiniert mit besseren Konditionen.
- Verlängerung oder Verfall: bei Fortschritt wird das Recht verlängert, sonst verfällt es und der Deal wird wieder freigegeben.
Vorteile
- Schutz für Partner: die Vorarbeit wird honoriert, kein Trittbrettfahren durch andere Vertriebskanäle.
- Klare Spielregeln: die Wettbewerbssituation im Partnernetz wird transparent.
- Mehr Investition: Partner trauen sich, früh und tief in Opportunities zu investieren, weil sie nicht enteignet werden.
- Bessere Pipeline-Sicht: der Hersteller sieht im Detail, welche Deals sein Partnernetz bearbeitet.
Best Practices
- Klare, dokumentierte Kriterien (was ist ein qualifizierter Deal? was disqualifiziert eine Registrierung?).
- Schnelle Bearbeitungszeit (24–48h), sonst verlieren Partner das Vertrauen.
- Maßvolle Exklusivitätsfristen, mit Verlängerungsoption bei Fortschritt.
- Konditionsanreize (Margen-Bonus, Schutz, Co-Funding) machen das System für Partner attraktiv.
Deal Registration wird im modernen Vertrieb meist als Modul innerhalb einer Partner Sales Automation-Plattform abgebildet, statt als isolierter Genehmigungsprozess.
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